Samstag, 11. August 2012

Landsknechte beleben das Bild

Die "Kayserliche Landsknecht Eisenbach" vor der Würzburger Residenz in ihren schmucken Uniformen.     Foto: privat
Landsknechte beleben das Bild bei historischen Festzügen und Veranstaltungen. In Eisenbach, Stadtteil von Obernburg, hat sich eine Gruppe gebildet, die ihr Augenmerk auf authentische Bekleidung legt und sich besonders gern in Rothenburg ob der Tauber bewegt, wo historische Feste auf der Tagesordnung stehen. Mindestens einmal im Jahr beteiligen sich die Eisenbacher in ihrer Landsknecht Uniform an den Reichsstadt-Festtagen in Rothenburg. Ihnen geht es nicht um den militärischen Hintergrund der Landsknechte, die im 15. und 16. Jahrhundert als Söldner unterwegs waren, sondern um den Spaß an der Freud' und an den historischen Gewändern.
Die "Kayserliche Landsknecht Eisenbach", wie sich die Gruppe aus dem Odenwald nennt, hat auch in der Region für Furore gesorgt: beim Festzug zur Michaelismesse in Miltenberg, kürzlich bei der 775-Jahr-Feier der Kreisstadt am Main, bei der 700-Jahr-Feier in Hausen und beim Kiliani-Fest in Würzburg. "Die Menschen bleiben stehen, bewundern uns und nennen uns Musketiere", sagt Werner Kraus, der die Auftritte der Landsknechte und Marketenderinnen managt. Ein Verein ist es nicht, sondern eine Interessengruppe, die gut zueinander passt und deshalb auch viel Spaß miteinander hat. Ich schreibe gerade ein kleines Porträt über die "Kayserliche Landsknecht Eisenbach" und habe beim Interview viel interessante Hintergrundinformationen mitgenommen. Ganz wichtig zum Thema "Authentizität": Die Landsknechte tragen zwei unterschiedliche Strümpfe, denn sie klauten sich nicht nur das Essen zusammen, sondern auch die Kleidung. So erwischten sie bei Nacht und "siehst mich nicht" oft Klamotten, die gar nicht zueinander passten. Auf jeden Fall beleben Landsknechte heute das Bild wie auf dem Foto vor der Residenz in Würzburg zu sehen ist.
Am 6. Juli 2013 beteiligten sich die "Kayserliche Landsknecht" aus Eisenbach mit rund 2000 Gruppen  wieder beim Kiliani-Festzug in Würzburg und stachen dem Kollegen ins Auge, so dass er sein Foto ins heutige Blatt hob. Leider kann ich es hier nicht veröffentlichen, denn das Urheberrecht macht mir einen Strich durch mein Vorhaben. Wenn ich das im Main-Echo abgedruckte Bild hier ungefragt poste, riskiere ich eine saftige Abmahnung.

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