Dienstag, 12. Mai 2015

Eine Reise in die Vergangenheit und Leckereien beim Eisenbacher Museumsfest

Im Hof des Eisenbacher Heimatmuseums sind landwirtschaftliche und Handwerksgeräte zu sehen.
In einem meiner kürzlich verfassten Posts habe ich vom Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf geschwärmt, wo man Geschichte hautnah erleben kann. Ähnliches wird auch am kommenden Sonntag beim Museumsfest im Odenwalddörfchen Eisenbach geboten, das Ende der 1970er Jahre im Zuge der Gebietsreform Stadtteil von Obernburg wurde. Eisenbach hat noch immer ein sehr reges Vereinsleben in einer dörflichen Struktur. Ich freue mich schon auf das Museumsfest, wo es viel zu schauen gibt und außerdem noch eine Super-Bewirtung gibt.

Das Museumsfest gehört zu einem festen Termin im Jahreslauf der Veranstaltungen in Eisenbach. Der örtliche Heimat- und Verkehrsverein (HVV) veranstaltet es am kommenden Sonntag, 17. Mai, ab 10.30 Uhr, diesmal aber nicht im Hof hinter dem ehemaligen Eisenbacher Rathaus in der Brückenstraße, sondern auf der Wiese parallel zur Mömling.

Die Ausstellung der Exponate aus einer anderen Perspektive.
Grund des Ortswechsels ist die Dauerausstellung mit großen landwirtschaftlichen und Handwerksgeräten, die das ganze Jahr über im Museumshof untergebracht ist. Diese Ausstellung ist neu und Ergebnis einer Planung, die bereits vor drei Jahren Gestalt annahm. Die Kosten für die Überdachung, die im Herbst 2014 fertiggestellt wurde, hat die Stadt Obernburg übernommen. Zurzeit entsteht dort auch ein Anbau mit einem Backhaus, in dem künftig Schaubacken stattfinden soll und eventuell schon im nächsten Jahr ein Backhausfest gefeiert wird.
Zum Museumsfest ist das Heimatmuseum im Obergeschoss des ehemaligen Rathauses geöffnet. Dort sind authentische Einrichtungen von Küche, Wohnzimmer, Schusterwerkstatt und Schneiderei aus früherer Zeit zu sehen. Daneben gibt es eine Spielecke mit Puppenküche für die Kinder, eine Ausstellung mit alten Waagen, die Eisenbacher Kirchturmuhr ist zu bestaunen und die ehemalige Ortsrufanlage wird zu sehen und zu hören sein. Daneben werden in einer Fotoausstellung die Porträts der Eisenbacher Bürgermeister gezeigt und auf die Linse gebannte Ansichten und Begebenheiten aus Alt-Eisenbach.
Es ist auch nachzulesen, für welche Tätigkeit die Geräte eingesetzt wurden.

Neu in der Ausstellung sind ein mit sakralen Gegenständen bestückter Schrank aus dem Nachlass von Pfarrer Sikora, eine Schau mit alten Radios und Volksempfängern und die Eisenbacher Madonna. Während des Museumsfestes werden in der Ausstellung auch Filmdokumentationen gezeigt. In den Nebengebäuden befinden sich ein Bergwerknachbau, eine Waschküche und eine Ausstellung mit landwirtschaftlichen Kleingeräten.
Zum Mittagessen gibt es wie in den Jahren zuvor Wildgulasch mit Klößen aus der Feldküche, die eigens zum Museumsfest wieder angeheizt wird. Hippelbacken über offenem Feuer mit dem Hippeleisen war bereits im Jahr 2010 eine Attraktion beim Museumsfest und wird heuer wiederholt. Während des ganzen Tages sorgen die Mitglieder des HVV mit Herzhaftem, Spritzigem und mit Kaffee und Kuchen für die Bewirtung der Festgäste. Ende der Veranstaltung ist bei Einbruch der Dunkelheit vorgesehen. Das Museum wird bis 18 Uhr geöffnet sein.