Dienstag, 1. November 2016

Todesgefahr für Pferde! Spaziergänger: Bitte nicht füttern!




Die Stute Leonie kämpft in der Pferdeklinik um ihr Leben. 
Karotten haben ihren Schlund und den Magenausgang verstopft.

Es war an einem Dienstagabend, als die junge Frau zum Füttern ihrer Pferde an die Koppel unterhalb des Wasserhäuschens am Oberen Neuen Weg in Obernburg fuhr. Sie wollte der 23-jährigen Stute Leonie eine Handvoll weiches Futter geben und merkte sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. Das Tier würgte und nahm das Futter nicht an. Sofort rief sie ihre Freundin an, die ihr riet, umgehend den Tierarzt zu informieren. Der kam auch sofort und diagnostizierte eine Schlundverstopfung. Mit einem Schlauch, den er durch die Nüstern des Tieres führte, versuchte er die Verstopfung zu lösen, was ihm nicht gelang. So musste die Stute umgehend in die Pferdeklinik gebracht werden, um den drohenden Tod abzuwenden. Doch Leonie war panisch, ohne ihre Freundin Chayenne – das zweite Pferd auf der Koppel – war sie nicht in den Transporter zu bewegen. So musste Chayenne mit in die Pferdeklinik genommen werden.

Die Pferdefreundin Chayenne steht Leonie zur Seite, die
panische Angst hat, wenn sie 
alleine ist.

Leonie hat generell Angst, alleine zu bleiben und wird panisch, wenn die vertraute Pferdefreundin Chayenne nicht bei ihr ist. In der Tierklinik wurde versucht, die Speiseröhre auszuspülen. Dabei kamen einige Karottenstücke zum Vorschein. Der Magen war komplett gefüllt. Weitere Karottenstücke steckten im Magenausgang, der völlig blockiert war. Leonie hat bei der ganzen Prozedur starke Schmerzen erlitten. Zwei Tage mussten beide Pferde in der Pferdeklinik bleiben. Der Zustand von Leonie musste beobachtet werden, um sicher zu gehen, dass alle Reste ausgeräumt wurden.

Ob es Leonie wirklich geschafft hat, wird sich erst in einem Zeitraum von 14 Tagen herausstellen. Die Besitzerin muss mehrmals täglich und auch in der Nacht zur Koppel fahren, um das Pferd mit wenig Futter, das außerdem ganz weich und leicht verdaulich sein muss, zu füttern. Abgesehen von dem Leid, dass das Pferd ertragen musste, kommen enorme Kosten auf die Besitzerin zu. Sie rechnet mit mehreren tausend Euro, weil nicht nur die Gebühren und die Behandlung in Pferdeklinik anfallen, es kommen auch noch zusätzliche Tierarztkosten hinzu, weil Nachkontrollen und unterstützende Therapien zur Gesundung erforderlich sind.

Bekannte haben beobachtet, dass am Wochenende des 22. und 23. Oktober 2016 und auch noch danach eine Familie mit Kindern an der Koppel stand und Leonie mit Karotten gefüttert hatte. Das ist sicher in bester Absicht geschehen, denn leider wissen viele Menschen nicht, dass Karotten gerade für ältere Pferde nicht gesund, sondern im Gegenteil sehr gefährlich sind. Generell sollten Pferde und auch andere Tiere, die sich auf einer Weide oder Koppel befinden, nicht gefüttert werden. Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Es kann großes Leid für die Tiere auslösen und sogar dazu führen, dass sie eingeschläfert werden müssen, weil sie nicht mehr zu retten sind.

Liebe Familie, die Sie am Wochenende des 22. und 23. Oktober oder danach die Pferde auf der Koppel in Nähe des Wasserhäuschens am Oberen Neuen Weg in Obernburg gefüttert haben, bitte melden sich! Sie müssen keine Repressalien befürchten! Sicher haben Sie aber eine Haftpflichtversicherung, die die entstandenen Kosten übernimmt. Die Besitzerin ist überzeugt, Sie haben nicht gewusst, dass Sie mit dem Füttern von Karotten Schaden anrichten, sondern den Pferden etwas Gutes tun wollten.
Bitte melden Sie sich per persönlicher Nachricht unter E-Mail:
nicoleneubauer@freenet.de oder unter Telefon: 015117441705


Die Familie hat sich bis heute nicht gemeldet. Die Pferdebesitzerin sitzt nun auf hohen Tierarztkosten. Wer kann ihr helfen? Hier zum Aufruf