Donnerstag, 26. März 2020

#Corona Covid 19: Pandemie wirbelt alles Durcheinander

Covid 19 schränkt das gesellschaftliche und berufliche Leben stark ein und stellt Unternehmen und Freiberufler vor große finanzielle Herausforderungen.
Foto: pixabay.com

Nichts ist mehr, wie es war. Die verhängte Kontaktsperre wegen der #Corona Pandemie verlangt vielen Menschen eine drastische Umstellung ab. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Mitarbeiter*innen sind ins Homeoffice verbannt und müssen zusätzlich ihre Kinder betreuen, als Ersatzlehrer*innen fungieren. Für Freiberufler ist die Situation besonders bitter. Kurzarbeitergeld bekommen sie nicht. Letztlich, wenn die blanke Existenz auf dem Spiel steht, müssen sie Hartz IV beantragen. Zwar bieten die Bundesländer Soforthilfen an, die unbürokratisch abgewickelt werden sollen, aber wie läuft es ab? Welche Zeitspanne ist in dem Begriff »unbürokratisch« enthalten? Mit welchen Beträgen kann gerechnet werden? Werden die vom Bund in einem Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellten 156 Milliarden Euro im Windhundverfahren ausgeschüttet - nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst? Hier ein Überblick über die Soforthilfen in den verschiedenen Bundesländern.
Für mich stellt sich die Situation nicht ganz so dramatisch dar, denn ich bekomme ein bisschen Rente und habe auch Rücklagen gebildet, was mir in den nächsten Wochen über die Runden hilft. Miete muss ich auch nicht zahlen, nur die Nebenkosten, weil ich mit meinem Mann in einer Eigentumswohnung lebe. Anspruch auf Soforthilfe habe ich also sowieso nicht. Lediglich meinen Krankenkassenbeitrag für den Zusatzverdienst zur Rente konnte ich auf Null zurückschrauben.
Wie aber sieht es mit Kolleg*innen aus, die keine Aufträge bekommen? Ich denke, da kommt noch sehr viel auf uns zu, was allein die wirtschaftlichen Folgen betrifft. Und es wird noch lange Zeit dauern, bis wir in ruhigerem Fahrwasser segeln und zur Normalität zurückkehren können. Die derzeit verhängte Kontaktsperre ist notwendig, aber sie belastet mich und meine Familie wie viele andere Menschen auch. Ein Beispiel: Mein 93-jähriger Vater lebt in einer Senioreneinrichtung. Wir können ihn wegen der derzeit herrschenden Situation nicht besuchen.
Immer höher, immer weiter, immer mehr - dieses Prinzip gilt nicht mehr. Besinnen wir uns, dass Entschleunigung angesagt ist. Verzicht zu üben ist die die Maßnahme, die uns weiter bringt und womöglich auch für die Zukunft ein wichtiger Aspekt. Regional einzukaufen, die Geschäfte vor Ort zu unterstützen statt bei Amazon und Co. zu bestellen, das wäre zum Beispiel eine Option.
Also, liebe Leser meines Blogs, denkt mal drüber nach!

Donnerstag, 16. Januar 2020

Was hat es mit dem christlichen Glauben auf sich?

Karl Kern bei der Buchvorstellung im Jugendheim Pia fidelis in seiner Heimatstadt Obernburg.

Nach längerer Zeit komme ich dazu, einige Gedanken auf diesem Weblog zusammenzufassen. Vorweg: Das mit dem Glauben an Gott, an die Trinität und an die Wiederauferstehung ist so eine Sache. Ich bin evangelisch getauft und 1968 konfirmiert worden. In Obernburg lebe ich seit mehr als 40 Jahren. Anfangs hatte ich es nicht leicht, denn die Menschen hier sind überwiegend katholisch. Damals war Ökumene nur ein Begriff, wurde aber nicht gelebt. Wir Lutheraner wurden als »Kirche« gar nicht anerkannt, obwohl wir christlichen Glaubens sind, Gottesdienste und das Abendmahl feiern. Das hat sich mittlerweile geändert. Die christlichen Kirchen üben Gemeinsamkeit. Was oft fehlt, ist die Begeisterung, den Glauben zu verbreiten und neue Formen zu finden, um das wachsende Bedürfnis der Menschen nach Spiritualität zu erfüllen. Die Kirchenbänke bleiben leer, junge Menschen wenden sich ab, weil ihnen das Verstaubte, das ewig Gestrige in der Liturgie nichts bringt. Die Predigten manchmal den Nerv der Zeit nicht treffen.


Bei meiner goldenen Konfirmation in Obernburg.

Bei der Buchvorstellung von Pater Karl Kern SJ, Kirchenrektor in St. Michael, München, ist mir klar geworden, dass die Formen der Gottesdienste und Messfeiern eines Relaunchs bedürfen, sowohl was uns Lutheraner als auch und gerade die römisch-katholische Kirche betrifft. »Das Alte neu sagen - Matthäus für heute« ist der Buchtitel und eine Zusammenfassung von Predigttexten aus freier Rede zum Matthäus-Evangelium. Es sind sehr anspruchsvolle, theologisch-wissenschaftlich untermauerte Texte und nicht leicht zu verstehen für Leser, die nicht bibelfest sind. Aber je intensiver ich mich mit dem Inhalt beschäftigt habe, umso mehr hat sie mich erfasst, die Sehnsucht nach der frohen Botschaft, nach der Vitalität, die in ihr steckt.

Bei meiner goldenen Konfirmation, die ich sowohl in meinem Heimatort Romrod 2018 feiern durfte und zwei Jahre später hier in der Friedenskirche, hat mich die Atmosphäre sehr berührt. Es war einfach schön, bekannte Kirchenlieder zu schmettern, das Abendmahl zu empfangen und den Bibelspruch auf einer Urkunde mit nach Hause nehmen zu dürfen. Erlebnisse, die nachhaltig wirken.

Polyphonie der christlichen Anfänge


....»Das Matthäusevangelium gehört zur Polyphonie der christlichen Anfänge. Es hat den Anspruch, das Ganze der Welt in Christus zu deuten. Diesem Anliegen dient vor allem das Gleichniskapitel (Kap. 13). In drei Predigten bekommt der Leser dieses Kapitel erschlossen. Die Botschaft dieses Evangelisten passt auch in unsere pluralistische und globale Welt, in der die Weltreligionen erstmals nahe beieinander leben.«...ist ein Zitat aus der Buchvorstellung.

Das Buch mit Predigten von Karl Kern.

Im voll besetzten Saal des Jugendheims »Pia fidelis« bekannte Karl Kern »Wir haben einen Reformstau«. ES haben sich nur wenige zu Wort gemeldet. Karl Kern gab zu, dass die Diskussion zu dem Thema in der Münchner Jesuitenkirche auf intellektuell hohem Niveau geführt wird, weil sich dort die entsprechende Klientel angesprochen fühlt. »Mit dem Verstand kann man die Trinität nicht beweisen - lebt sie, das ist genug«, sagte er zum Schluss und meinte, dass etwas entstehen müsse, was aus dem Menschen komme im Sinne einer Volksfrömmigkeit, die leider verloren gegangen sei.

Ein Weingeschenk von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Katharina Volmer.

Montag, 9. Dezember 2019

Endlich mal wieder ein neuer Post - Vorweihnachtliches von der rasenden Reporterin

Das Kindermusical Peter Pan im Elsenfelder Bürgerzentrum.

Die Vorweihnachtszeit sollte eigentlich die stillste Zeit im Jahr sein, aber es überschlagen sich die Termine: Konzerte, Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern...und mehr halten uns in Trab. Es sind eigentlich alles schöne Ereignisse, auch für mich als rasende Reporterin, für die ich gerne unterwegs bin, um über Konzerte etc. zu berichten. Im Ehrenamt bin ich auch rührig wie zum Beispiel bei »Obernburg im Lichterglanz«, wo ich am Stand des Theatervereins »Die Granatsplitter« mitgeholfen habe. Am Sonntag zuvor war ich bei der Wintermatinee des Fördervereins Appassionata der Musikschule Obernburg und habe für den Verein fotografiert und eine Konzertrezension geschrieben.


Mit Andrea Faggiano und den Jungs von Andrea Oberle beim Stand des Theatervereins Granatsplitter bei Obernburg im Lichterglanz.
Foto: Norbert Gödde

Die Wintermatinee der Musikschulfreunde Appassionata mit Nicolas Vollmuth und Angelika Franzke-Koppolt.

Für eine gute Sache, nämlich die Initiative, Gewalt gegen Frauen und Mädchen anzuprangern, habe ich zusammen mit Jessica Hösch und Christopher Betzwieser eine kleine Lesung zu einer Kunstaktion beigesteuert, die Ende November im Alten Gefängnis in Klingenberg stattfand. Der Titel »Burnt Orange«.


Bei der Lesung im Alten Gefängnis in Klingenberg im Rahmen der Ausstellung »Burnt Orange«.
Natürlich ist dies nur ein Auszug aus allen Events, an denen ich teilgenommen habe. Politisch ist auch nicht wenig zu tun gewesen. Da ich mich entschlossen habe, mich als Bürgermeisterkandidatin aufstellen zu lassen, geht es jetzt in die heiße Wahlkampfphase.

Montag, 16. September 2019

Was im Ehrenamt alles geleistet wird

Stroh zu Gold spinnen: Im Märchen vom Rumpelstilzchen ist es das zentrale Thema.

Am gestrigen, Sonntag, 15. September war Kaiserwetter angesagt. Beste Voraussetzung für zwei Veranstaltungen, die ich besucht habe, den Märchensonntag in Obernburg und das Museumsfest in der Nachbargemeinde Mömlingen. In Obernburg war ich schon vor Beginn des verkaufsoffenen Sonntags, denn ich hatte noch vielfältige Aufgaben zu erledigen. »Selbst und ständig« ist das geflügelte Wort für freiberuflich Tätige. Deshalb muss ich mir auch am Wochenende meine Arbeit gut einteilen. Also: Besuch bei Sylvia Eisert und ihrem Stand von Sylvia's Wollestübchen besuchen und noch einen Abstecher nach Mömlingen zum Museumsfest machen. Zwischendurch Mittagessen kochen und Texte schreiben.

Wer kennt nicht das Märchen von Rumpelstilzchen, wo es unter anderem darum geht, Stroh zu Gold zu spinnen. Am Sonntag, 15. September, waren Marie Böhrer und ihre Nichte Siegrid Moldaschl von der Spinnstube Höpfingen beim Märchensonntag zu Gast und hatten sich eine witzige Dekoration einfallen lassen, in der genau dieses Thema aufgegriffen wurde. Eingeladen worden waren sie von Sylvia Eisert.

Sylvia Eisert und Hermann Rachor, die den Stand von Sylvia's Wollestübchen betreuen. Im Hintergrund die Damen von der Spinnstube Höpfingen.

Sie hatten beide ihre Spinnräder mitgebracht und auch Selbstgestricktes und Gefilztes. Beide Damen kennen sich nämlich nicht nur mit Wollespinnen aus. Marie Böhrer, 81 Jahre alt, hat sich im Heimatverein Höpfingen dafür stark gemacht, einen Strickrekord aufzustellen. Das wird am 29. September während des «Höpfemer Quetschefests« geschehen. Sie hat auch die Organisation dafür übernommen.

Marie Böhrer (rechts) und ihre Nichte Siegrid Moldaschl wecken schon vor dem offiziellen Beginn des Märchensonntags das Interesse einer Besucherin.

Von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr findet der Wettbewerb auf dem Festplatz der Obst- und Festhalle Höpfingen statt. Anmeldeschluss vor Ort ist um 15 Uhr. Bei schlechtem Wetter wird das Geschehen in die nahe gelegenen Halle transferiert.

Wer beim Wettbewerb in Höpfingen nach Vorgaben des Rekord-Instituts Hamburg die meisten Menschen aufbietet, die ununterbrochen 30 Minuten stricken, sind deutsche Rekordmeister*innen. Gefallene Maschen aufzunehmen, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien. Auch darf die Arbeit nicht unterbrochen werden. Gestrickt werden darf nicht nur mit Strickstöcken und Rundnadeln, sondern auch mit Strickliesel oder mit Fingern. Mehr Informationen zum Strickrekord ...

Voranmelden können sich Interessierte bei Marie Böhrer, Telefon 06283/8794 oder per E-Mail beim Vorsitzenden des Heimatvereins Höpfingen, Adalbert Hauck: adalberthauck@aol.com.

Museumstag in Mömlingen


Ja und dann am späteren Nachmittag bin ich mit meinem roten Smartie nach Mömlingen gedüst.  Bernhard Ohnesorge, der  zweite Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins hatte mich eingeladen. Seit 1997 wird das Fest alle 2 Jahre im Bürgerhaus veranstaltet, wo sich auch in den beiden Obergeschossen das Heimatmuseum befindet. 

In der Schusterstube des Mömlinger Museums zeigt Schuhmachermeister Georg Lieb, der in Mömlingen nur »Schusterschorsch« genannt wird, einen von ihm besohlten Schuh.

Im Gesellschaftsraum wurden alte Filme gezeigt, die Friedhelm Klug digitalisiert hatte. Im Mittelgeschoss hatte Leon Heinrich zum Tag des Geotops eine interessante Ausstellung zusammengestellt und stand für Erklärungen zur Verfügung. 

Die Helfer des Heimat- und Geschichtsvereins beim Museumsfest hinter der Theke.

Für Speis' und Trank und die Bewirtung sorgten 35 Helfer. Es war alles bestens organisiert. Das Schmuckstück im Mömlinger Museum ist das historische Schulzimmer. In der Schmiede zeigte Ulrich Blaut vor den Augen interessierter Zuschauer , wie beispielsweise ein Meißel gefertigt wird. Hier habe ich einen ausführlichen Artikel mit Bilderserie in Meine-News geschrieben.
Übers Schulmuseum hatte ich schon 2011 einen Beitrag veröffentlicht, der hier gelesen werden kann.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Wunderbare Clingenburg-Festspiele 2019

Die tapferen Schneiderlein der Clingenburg-Festspiele 2019 von links: Gewandmeister Thomas Dohm und die Nadelflinken Susanne Stasunik, Sofia Straub und Sandra Thuy Hang Schröder.
Foto: Ruth Weitz

Als rasende Reporterin bin ich in diesem Jahr bei allen Premieren der diesjährigen Clingenburg-Festspiele gewesen und habe darüber berichtet. Am Ende dieses Blog-Posts sind alle Links zu den Veröffentlichungen der Kritiken über die Theaterstücke aufgeführt, die ich geschrieben habe. Es war mir ein Bedürfnis auch hinter die Kulissen zu blicken und zu beschreiben, was die Profis backstage leisten, beispielsweise in der Schneiderstube und auch hinter der Bühne, wenn etwas blitzschnell geflickt oder geändert werden muss.

Die tapferen Schneiderlein der Clingenburg-Festspiele


Die Hintergrundarbeiten bei den Clingenburgfestspielen sind vielfältig. Das Publikum sieht meist nur das, was sich auf der Bühne abspielt. Backstage sind Profis am Werk, damit der Theatergenuss perfekt wird. Die Schneiderei hatte bis zur Premiere von »Shakespeare in Love« auf der Clingenburg alle Hände voll zu tun. Bei der Generalprobe des Stücks am Freitag, 18. Juli, waren die Nadelflinken noch einmal gefordert. Dann endete der Vertrag mit dem Verein Clingenburgfestspiele. Ob sie im nächsten Jahr wieder in der Schneidstube in der Ludwigstraße anrücken und während den Vorstellungen auf der Clingenburg sind, steht noch in den Sternen.
 

Die fleißigen Helfer hinter und vor der Bühne


Die Begeisterung des Publikums bei den Vorstellungen der Clingenburgfestspiele ist groß. Neben der Inszenierung und der Schauspielkunst sind es die vielen Helfer, die dafür sorgen, dass auf der Bühne gutes Licht und astreiner Ton herrschen, die Kostüme passen, bei Bedarf ausgebessert werden, die Maskenbildnerinnen den Schauspielern für ihre Rollen das perfekte Aussehen verleihen. Hinzu kommen die vielen ehrenamtlichen Helfer, die den Ausschank und den Kartenverkauf an der Theaterkasse übernehmen. Fürs Catering während der Vorstellungen ist in diesem Jahr die Miltenberger Metzgerei Bergmann verantwortlich. 

Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge


Gewandmeister Thomas Dohm, der langjährige Theater- und Festspielerfahrung hat, geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er darf sich nun auf Entspannung freuen, hat aber das kleine Städtchen am Main und das Schneiderteam lieb gewonnen und wird beides laut eigener Aussage »ein bisschen vermissen«. »Eigentlich wollte ich 2019 einmal mit der Festspielarbeit pausieren«, sagte er. Aber dann kam es für den gebürtigen Offenbacher doch ganz anders. Von Kollegen aus Gießen hatte er erfahren, dass Intendant Wolfgang Hofmann ein kompetentes Schneiderteam für die Clingenburgfestspiele sucht. Er hat sich für die Aufgabe erwärmen lassen und bei seiner Kollegin Sandra Thuy Hang Schröder angefragt, ob sie mitmachen würde. Beide hatten schon oft zusammengearbeitet. Dohm wohnt in Bad Ems, seine Kollegin Sandra in Hamburg. Susanne Stasunik und Sofia Straub, beide aus Kleinwallstadt, kamen auf Empfehlung und wurden von Esther Bätschman ausgesucht, die sich bei den Clingenburgfestpielen 2019 fürs Bühnenbild und für die Kostüme verantwortlich zeigt.

Ökonomisches Denken und Kreativität gefordert


Nun sind alle tapferen Schneiderlein wieder zurück in ihren Heimatorten. Tapfer sind die vier aus der Schneiderei deshalb, weil sie oft blitzschnell improvisieren müssen, Kreativität und ökonomisches Denken gleichzeitig gefordert ist. Außerdem müssen sie sieben Tage die Woche da sein, um zeitnah zu den Aufführungen in der Schneiderei zu werkeln. Nicht immer alle gleichzeitig. Im Team wird abgesprochen, wer an Bord sein sollte. In enger Zusammenarbeit mit Esther Bätschmann, die sich wiederum an den Vorgaben der Regisseure und des Intendanten orientiert, werden die Kostüme den Schauspielern sozusagen auf den Leib geschneidert. Bei den Hauptproben stellt sich meist heraus, welche Änderungen noch vorgenommen werden müssen. Bei »Shakespeare in Love« beispielsweise war der weiße Rock, den Laura Bleimund als Viola im letzten Drittel der Aufführung trägt, zu kurz. Da setzte sich Sandra Thuy Hang Schröder noch einmal an die Nähmaschine, um aus dem vorhandenen Stoff einen neuen Rock zu nähen.

 
Sandra Thuy Hang Schröder nimmt die letzten Änderungen vor der Premiere von »Shakespeare in Love« vor.
Foto: Ruth Weitz


Mit einer Träne im virtuellen Knopfloch


Die Vier in der Schneiderstube haben sich prima verstanden und viel miteinander gelacht. »Es gab natürlich hin und wieder Differenzen - und es hat manchmal auch gefetzt«, erzählt Susanne Stasunik. Allerdings hätten sich die Wogen schnell wieder geglättet. Übereinstimmend erklären sie: »Es hat richtig Spaß gemacht!«. Nun sind sie wieder in alle Windrichtungen zerstreut - mit einer kleinen Träne im virtuellen Knopfloch.


Hier zu den Kritiken der Premieren 2019 auf der Clingenburg:

Theaterstück »Tschick« begeistert die Zuschauer