Donnerstag, 9. Juli 2020

Das einzigartige BikiniARTmuseum Bad Rappenau


Der Direktor des BikiniARTmuseums, Reinhold Weinmann, ist mit Leidenschaft dabei.
Foto: Ruth Weitz
Der Anzug des Museumsdirektors ist schon ein Hit und Hingucker. 👀
Foto: Ruth Weitz

Es war ein wirklich beeindruckender Pressetermin, zu dem ich am 3. Juli 2020 ins BikiniARTmuseum eingeladen war. Ganz klar, dass ich meine Tochter Miriam mitgenommen habe, die in der selben Branche wie ich arbeitet, nämlich als Texterin und sich zudem als hervorragende Chauffeurin bewährt hat.

Die Außenaufnahme des BikiniARTMuseums mit angedocktem Hotel bei Nacht  - Coolness, die sich innen widerspiegelt.
Foto: BikiniARTmuseum Bad Rappenau


Zwar ist Bad Rappenau nicht gerade um die Ecke, aber die Fahrt durch den Odenwald über Mudau zum Neckar war bereits ein Erlebnis und sehr abwechslungsreich. Hier wurde mir erneut bewusst, wie schön es bei uns ist. Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen: Denn das Glück ist immer da! Dieses Goethe-Zitat ist keineswegs »alter Käs'«, sondern hoch aktuell - gerade in Corona-Zeiten. Die heimische Umgebung kennenzulernen, sich an der Natur, an der Kultur zu erfreuen, die uns umgibt, das ist das kleine Glück, das ganz groß werden kann, wenn man sich darauf einlässt.

Wie ist das BikiniARTmuseum aufgestellt?

Diese Information ist aus dem Presse-Kit entnommen, das wir am 3. Juli 2020 erhalten haben:
Kultur sehen, hören, erleben, entdecken, anfassen, inszenieren. In Shows, durch Filme, bei Musik, für sich, zu zweit, in der Gruppe... Einlassen und überraschen lassen! Das BikiniARTmuseum ist dreigeteilt. Den Besucher des BAMs erwarten ca. 400 bemerkenswerte Bademodenexponate der etwa 1.200 Bademodenstücke umfassenden Sammlung, davon viele Unikate. Die Besucher können emotionale und bereichernde Stunden rund um Verhaftungen, Skandale und starke Frauen erleben (HISTORY) und sich von den überraschenden Kunstwerken zum Museumsthema begeistern lassen (ART). Viele interaktive Möglichkeiten laden sie zum Mitmachen und Bewegen ein (MOVE).

Kurz zusammengefasst
  • 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf zwei Etagen und mit Kunstgarten
  • 1.200 Bademodenstücke, ca. 400 in der aktuellen Ausstellung
  • Über 170 themenbezogene Kunstwerke
  • Ständig wechselnde Ausstellungen

  • Öffnungszeiten

    Montag – Sonntag: 10:00 - 20:00 Uhr, Änderungen vorbehalten

    Eintrittspreise

    Erwachsene: 18,00 €, EARLY BIRD TICKETS: 10,50 €
    Ermäßigt: 14,00 € (Kind, Jugendl. bis inkl. 17 J., Auszubild., FSJ, BfD) Kinder bis einschließl. 7 Jahren frei.

    Freier Eintritt an allen Dienstagen für die Bürger aus Bad Rappenau
    70% Ermäßigung für Besucher mit Handicap, Begleitperson frei.
    Sondertarife: EARLY BIRD, Family & Friends, SWIMWEAR & SURFER Special, Community-Ticket

Kontakt und Adresse

    BikiniARTmuseum Bad Rappenau
    Buchäckerring 42 74906 Bad Rappenau - direkt an der A6
    Tel.: +49 (0) 7066 / 91 73 700 Mail: Info@BikiniARTmuseum.com
    Umfassende Infos im Internet unter der Adresse: https://www.bikiniartmuseum.com/

    Benger Ribana und Naturana - Marken, die Bad Rappenau zum Zentrum der Bademode prägten.
    Foto: Ruth Weitz


    Fazit:

    Das BikiniArtmuseum in Bad Rappenau ist beispielhaft dafür, wie ein Museum pfiffig aufgebaut werden kann, um Menschen jeden Alters zu begeistern. Es ist provokativ und feministisch im besten Sinn. Wir haben es nicht mehr erlebt, aber unsere Großmütter und Urgroßmütter, dass Baden und Schwimmen in der Öffentlichkeit für Frauen ein Verstoß gegen alle gesellschaftlichen Regeln bedeutete. Die Historie wird in der Ausstellung anschaulich dargestellt. Für mich - und auch für meine Tochter - ist klar, dass wir uns dort noch häufiger blicken lassen und den Aufenthalt mit einem Kurzurlaub verbinden.










    Mittwoch, 8. Juli 2020

    Ausstellungseröffnung Naturparke in Bayern

    Ein symbolträchtiger Schnitt durch ein blaues Band ist der Startschuss zum Eintritt in die Schau im Adam-Otto-Vogel-Haus, von links Mömlingens Bürgermeister Siegfried Scholtka, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Dr. Jutta Weber, Landrat Jens Marco Scherf, Anton Knapp, Vorstandsvorsitzender des Naturparkverbands Bayern und Geschäftsführer Arjen de Wit.
    Foto: Ruth Weitz

    Im »Epizentrum der Nachhaltigkeit«, wie Bürgermeister Siegfried Scholtka die Gemeinde Mömlingen nannte, fand am 5. Juli 2020 die Eröffnung der Wanderausstellung »Naturparke in Bayern« auf dem Dorfplatz in unmittelbarer Nähe des Otto-Adam-Vogel-Hauses statt. Dort war ich aus persönlichem Interesse, ohne Medienauftrag. Als Stadt- und Kreisrätin interessiert mich das Thema. So schreibe ich hier »pro bono« auf meinem Blog.
    Die Schau stellt mit eindrucksvollen Bildern auf Schautafeln die Besonderheiten der Naturparke vor: ihre Pflanzen und Tiere, ihre Gewässer, ihre Geologie und auch die menschlichen Einflüsse, die diese Landschaften geprägt haben. Und dabei sind die Naturparke 19 einzigartige Landschaften, die allesamt die Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaft abbilden. So heißt es in der Pressemeldung des Geo Naturparks Bergstraße-Odenwald, in dessen Umfeld wir uns im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern und Hessen befinden.

    Natur erlebbar machen


    Wie es weiter in der Pressemeldung heißt, zeigt die Ausstellung anhand konkreter Beispiele auf, wie die Naturparkverwaltungen ihre Gebiete mit vielfältigen Maßnahmen erhalten, entwickeln und für jeden erlebbar machen. Das Gemeinschaftsprojekt ist unter der Federführung des Naturparkverbands Bayern e.V. in Kooperation mit den Naturparken entstanden und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.

    Landrat Jens Marco Scherf als einer der ersten Besucher erläutert seine Eindrücke von der Schau.
    Foto: Ruth Weitz


    Mit dem Adam-Otto-Vogel-Haus in Mömlingen, die erste Fairtrade-Kommune überhaupt im Landkreis mit einem starken Bürgerengagement, wurde eine eindrucksvolle Kulisse in einem aufwendig restaurierten Fachwerkhaus gewählt. Durch die Ausstellung führte Geo-Naturpark-Ranger Leon Heinrich, der auch für die Dauer der Schau als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

    Abwechslungsreiches Rahmenprogramm


    Die Eröffnung wurde mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, flankiert vom Musikverein Mümlingtal und dem Odenwälder Märchentheater sowie mit Grußworten von Bürgermeister Siegfried Scholtka, Landrat Jens Marco Scherf, Landrat a.D. Anton Knapp (Landkreis Eichstätt und Vorstandsvorsitzender Naturparkverband Bayern), Arjen de Wit (Geschäftsführer Naturparkverband Bayern) und Dr. Jutta Weber (Geschäftsführerin Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald) gefeiert. Alle Redner*innen betonten, dass immer mehr Menschen Interesse an der Natur hätten und den Erhalt der Vielfalt von Tieren und Pflanzen begrüßten. Gleichzeitig ist die Veranstaltung in das Jubiläumsprogramm »50 Jahre Bayerisches Umweltministerium« eingebettet.

    Schauspieler des Odenwälder Märchentheaters unterhalten das Publikum.
    Foto: Ruth Weitz


    Info-Box zur Ausstellung

    Die Ausstellung »Naturparke in Bayern« ist vom 5. Juli bis 31. August 2020 im Adam-Otto-Vogel-Haus in Mömlingen zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr, Sonntag von 14 bis 16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 06022 6856-12 oder 0160 6927862 (Leon Heinrich, Gemeinde Mömlingen).
    Weitere Informationen rund um den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, vielfältiges Infomaterial, Rad- und Wanderkarten sowie Tipps zu Erkundungstouren auf stillen Pfaden sind unter www.geo-naturpark.de zu finden. Alle Neuigkeiten gibt es auch auf der Facebook-Seite.

    Vielen Dank der Pressestelle des Geo-Naturparks für die Einladung und für die Bereitstellung der Infos!

    Dienstag, 23. Juni 2020

    Erstes Pop Up-Museum in Baden Württemberg



    Heute kam die nachfolgende Pressemitteilung. Am 3. Juli gibt es ein Preview vor der offiziellen Eröffnung. Der Countdown läuft. Bad Rappenau, wir kommen!

    Supersound wie in der Disco, Selfie-Spots zum Fotografieren, Namenssticker am Eingang und geballtes Entertainment von früh bis spät – Was für viele nach Ibiza-Urlaub klingt ist ein neuartiges Museumskonzept. Von jungen Leuten für junge Leute! Achtung: Strandbekleidung ist in diesem Museum ausdrücklich erwünscht!

    Süddeutschland bekommt ein einzigartiges Museum. Es ist nicht nur das erste Museum für Bademode und Badekultur der Welt, nein, im sogenannten „BikiniARTmuseum“ trifft hipper Beach-Lifestyle auf zeitgemäße Kulturvermittlung - Ein „Zwei-Generation-Projekt“ mit Kulissen made for Instagram. Eröffnet wird am 05. Juli – dem internationalen Tag des Bikinis.

    Hochkarätige Sammlung trifft auf Instagram PopUp Museum

    Historisch kompetent und eine Sammlung einzigartiger Raritäten auf die selbst große Museen neidisch sind stehen im Kontrast – und ergänzen sich ganz hervorragend – mit zahlreichen farbenfrohen Foto- und Filmsituationen zum Selbstinszenieren oder via VIP-Fototour zum Buchen für die ganze Familie oder Gruppen. Im eigenen Bikini PopUp Museum laden Surfboardkulissen, Schaukeln im Candyland, vier von internationalen Künstler extravagant gestaltete Umkleidekabinen auch mit Fotopoint von oben sowie die Klassiker Bällebad und pinker Badewanne ein, ausgefallene Foto-Sets zu schießen – oder wie die Jungen es sagen „Content für Social Media zu kreieren“.Im „Secret Retreat“, ein Spiegelsaal in dem nur Videos auf drei Bildschirmen abgespielt werden, die zwei Eigenschaften mitbringen: Top Musik und passend zum Sommer-Sonne-Gute-Laune-Museumsthema atemberaubende Natur, verrückte Poolparties oder mitreißendes brasilianisches Lebensgefühl, wird nicht nur getanzt, sondern auch das ganz besondere „Boomerang“ erstellt. Wie man sich mit der weltgrößten Bikinifigur „Janara“ – mit fast 10 Metern- in Szene setzt, bleibt den selbsternannten Profi-Fotografen vorbehalten, denn die steht auf dem Dach des fünfstöckigem Art Deco Gebäudes. Vorbilder des PopUp Museums waren übrigens amerikanische Konzepte wie das weltbekannte „Museum of Ice-cream“ in San Francisco und New York.

    Hier entscheiden die Jungen!


    Das junge Team – das Durchschnittsalter liegt bei unter 25 Jahren - hat dem Museum und damit der ganzen, häufig als altertümlich bezeichneten Museumslandschaft einen ganz eigenen Stempel aufgedrückt.
    Einer der dynamischsten Kräfte des Vorhabens und an vielen Stellen Ideengeber und Motivator ist Marco. Mit seinen gerade mal 21 Jahren klapperte er bereits die Canton Fair, die weltweit größte Import- und Exportwarenmesse in China, auf der Suche nach den neuesten Handelstrends für das Museum, ab. Schwerpunktmäßig baute er zudem den digitalen Interaktivbereich im Museum auf und fungiert ab Eröffnung als stellvertretener Direktor. Alexandra (24), Kultur-Wissenschaftlerin und Body-Positivity-Vertreterin, steht der Herausforderung gegenüber, den Spagat zwischen Befreiung der Frau von den Vorschriften, was sie beim Baden alles anzuziehen oder zu bedecken hat, mit Sexismus-Vorwürfen unter Einbezug aller Parteien abzuwägen. Sie freut sich bereits auf eine lebendige anhaltende Diskussion zu dem Thema, um allen Frauen, jeden Alters und jeder Figur, Anhaltspunkte und Sicherheit zu geben. „Es war unfassbar, wieviel wir Jungen hier entscheiden durften“, so Marco „das Museum hat sogar für jede Generation ein eigenes Logo. Wir freuen uns auf eine einmalige Besuchermischung, sind aber irgendwie schon im Wettbewerb. Da die Location BikiniARTmuseum so cool an der Autobahnausfahrt liegt und die im Industriedesign gestaltete Museumsgastro auch noch einen dean&david hat, bin ich überzeugt, dass gegen Abend für meine Generation hier ein richtiger Treffpunkt entsteht. Hier gehen auch die Jungen mit Strandkleidung und Flip-Flops ins Museum.“

    Als Treffpunkt und Livestyle-Hotspot ist das BikiniARTmuseum kantig, überraschend, emotional, frech und kritisch. Es wird das Beste aus historischem Museum und multimedialem PopUp Foto Erlebnis vereint mit vielen Möglichkeiten zum selbst aktiv werden. Ein Gamechanger für die Museumslandschaft. Wer sein Surfboard mitbringt erhält freien Eintritt. Für Badebekleidung mit Flipflops gibt es ganze 50% Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Wer traut sich?

    Über das BikiniARTmuseum:

    Das BikiniARTmuseum – provokativ & so feministisch - ist der weltweit erste zentrale Ort, an dem das gesamte historische und zeitgenössische Wissen rund um den Erdball zu den Themen Bademode und Bademodenkultur zusammengetragen und der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Das BikiniARTmuseum eröffnet am 05. Juli 2020, dem internationalen Tag des Bikinis, in Bad Rappenau, der Hauptstadt der Bademode.
    Das Museum liegt inmitten des „A6 Boulevards“, in unmittelbarer Nachbarschaft vieler Besuchermagneten und direkt an der europäischen Verkehrsdrehscheibe Autobahn A6 (Paris-Heidelberg-Prag).

    Sonntag, 14. Juni 2020

    Auf ins BikiniARTMuseum nach Bad Rappenau


    “Janara“, die Symbolfigur des BikiniARTmuseums, zeigt ein Mädchen aus den 1950er Jahren mit Boxhandschuhen in einer Siegerposition. Sie verkörpert den siegreichen Kampf der Frauen.
    Foto: Bikini Art Museum, Bad Rappenau.

    Rasende Reporterinnen genießen die Vorteile von Presseeinladungen, die tiefere Einblicke in die Materie unterschiedlichster Themen gewähren. So flatterte kürzlich eine Einladung zum Preview vor der offiziellen Eröffnung des BikiniARTMuseums in Bad Rappenau über den virtuellen Postweg per E-Mail ins Haus. Bereits am 3. Juli können sich die Vertreter*innen der Medien ein Bild über dieses besondere Museum machen, das ein breites Spektrum über die Bademode vergangener Jahre und der Neuzeit vermittelt. Kunst, Historie und mehr wird hier gezeigt.
    Auf der Website des Museums heißt es:
    ALOHA im BikiniARTmuseum, dem weltweit ersten zentralen Ort, in dem das gesamte historische und zeitgenössische Wissen rund um den Erdball zu dem Thema Bademode und Bademodenkultur zusammengetragen und der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
    Am 5. Juli, dem Tag des Bikinis, wird das Museum in Bad Rappenau offiziell eröffnet. Da ich mich einerseits mit der Entstehungsgeschichte des Bikinis beschäftigt habe und eine Kurzzusammenfassung auf dem Autorenportal Pagewizz veröffentlicht hatte, als der Zweiteiler 65ten Geburtstag feierte, andererseits Bad Rappenau schon einige Male mein Urlaubsziel war und mir der kleine Kurort in unmittelbarer Nähe des Neckars besonders gut gefällt, habe ich mich für den Pressetermin angemeldet.

    Hier ein kleiner Vorgeschmack aus einer überarbeiteten Pressemitteilung auf das, was die Besucher erwartet:

    Provokativ & so feministisch


    Das BikiniArtMuseum (BAM) ist der weltweit erste Ort, an dem das rund um den Erdball gesammelte historische und zeitgenössische Wissen zu den Themen Bademode und Badekultur zusammengetragen und der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Eröffnet werden sollte es bereits Anfang 2020 in Bad Rappenau, die Stadt an der Autobahnausfahrt A6, die gerne als die Hauptstadt der Bademode bezeichnet wird. Aber Corona und andere Unwägbarkeiten verzögerten die Eröffnung, die nun offiziell am 5. Juli 2020 stattfinden wird. Auf dem Dach des Museums thront Janara, die Symbolfigur des Museums, in imposanter Größe. Bei der Abstimmung von Radio Ton gewann „Janara“ mit 76% aller Stimmen klar vor „Ante Vitoria“. Vor allem die vielen an der Abstimmung teilgenommenen Brasilianer haben ihren Namen durchgeboxt. Das Original, eine Bronzefigur, zeigt ein Mädchen aus den 1950er Jahren mit Bikini und Boxhandschuhen in Gewinnerpose. Schöpferin, der mit viel Grazie und Gefühl geschaffenen Figur, ist Doris Geraldi, eine bekannte Skulpturenkünstlerin aus Rio de Janeiro.

    Das „Zwei-Generationen-Projekt“ wird nicht nur den klassischen Museumsgast aufgrund der historischen Kompetenz und der Weltklasse-Exponate begeistern (von 1870 bis in die Gegenwart), sondern wird auch eine angesagte Location, farbenfroh, frech, interaktiv, kommunikativ und mit viel Musik, für junge Leute sein. Ebenfalls ab dem 5. Juli zeigt das BikiniARTmuseum in Kooperation mit der Sammlung Schuster eine Ikone der Pin-up-Kunst: Bunny Yeager – The Queen of Pinup. Diese erste Wechselausstellung des BAM, die bereits in Kalifornien sehr erfolgreich gezeigt wurde, läuft bis April 2021.

    Wiederentdeckung und Comeback der Pin-up-Kunst


    Bereits seit über einem Jahrzehnt feiert die Pin-up-Kunst ein schillerndes Comeback. Vom eleganten Sex-Appeal der Pin-up-Girls lassen sich nicht zuletzt viele Weltstars wie Christina Aguilera, Lana Del Rey und Katy Perry inspirieren. Sie alle kopieren diesen Vintage-Style, der zumeist mit den fünfziger Jahren assoziiert wird. Aus dieser Zeit wird ein absolutes Highlight der Pin-up-Fotografie im BikiniARTmuseum gezeigt: Das Pin-up-Model Bunny Yeager wechselte Mitte der fünfziger auf die Seite hinter der Kamera. Bunny Yeager brachte dies nicht nur den Beinamen „Schönste Fotografin der Welt“ ein, sondern legte den Grundstein für eine Weltkarriere. In den 1990ern brachte der Berliner Kurator Helmut Schuster die Fotokunst von Bunny Yeager zurück in die Weltöffentlichkeit. Die Fotografien wurden bereits in vielen renommierten Museen gezeigt und bilden ab 5. Juli den Auftakt für die Wechselausstellungen des BikiniARTmuseums.

    Bunny Yeager – Pin-up-Ikone und Multitalent

    Bunny Yeager (1930-2014) war eine US-amerikanische Fotografin und ein ehemaliges Pin-up-Model. Sie etablierte den Bikini in den konservativen USA der 1950er Jahre. Das Tragen eines Zweiteilers gehörte damals in den USA noch lange nicht zur Normalität, deshalb orientierte sich Yeager am etwas freizügigeren Frankreich und kreierte für ihre weltberühmten Fotoshootings eigene Bikinis, die sie selbst strickte und nähte. Sie spielte eine entscheidende Rolle bei der Entdeckung der Pin-up-Ikone Bettie Page, zu deren Popularität die besonderen Themen-Aufnahmen Yeagers einen wesentlichen Beitrag leisteten. Yeager war auch die Fotografin der weltweit bekannten Strandbilder von Ursula Andress als Honey Rider im James-Bond-Film "007 jagt Dr. No". Das BikiniARTmuseum besitzt die handsignierte und in dieser Größe nur ein einziges Mal hergestellte Fotoserie "Funland" von Bunny Yeager mit Bettie Page als Model.

    Bettie Page – Vorreiterin der sexuellen Revolution

    Bettie Page (1923-2008) war das bekannteste Pin-up-Model Amerikas in den 1960er Jahren und trug ebenfalls maßgeblich zur gesellschaftlichen Akzeptanz des Bikinis bei. 1954 wurde Bettie Page von Bunny Yeager entdeckt. Mit ihrer Freizügigkeit war die New Yorkerin der kurz bevorstehenden sexuellen Revolution bereits weit voraus.

    29 Fotografien mit einer Überraschung


     Die 29 Fotografien dokumentieren neben der Zusammenarbeit mit Bettie Page auch den Beginn der Karriere des Pin-up-Models Maria Stinger, welche ebenfalls von Bunny Yeager entdeckt wurde. Für ihr Wirken vor der Kamera wurde Maria Stinger als „Marilyn Monroe von Miami“ bekannt. Schließlich zeigt die Ausstellung noch eine Überraschung: auch den jungen Sammy Davis Jr. zeigen die Fotografien von Bunny Yeager. Jedoch Sammy Davis Jr. nicht als Entertainer, sondern mit seinem anderen Talent - als Fotografen.

    „Der Goldene Réard“, der wahrscheinlich wertvollste Bikini der Welt


     Das „BAM“ verfügt über die wertvollste Bademodensammlung, beginnend ab 1870. Herausragend der Besitz von dreiviertel aller existierenden Réard Stücke. Louis Réard ist der Erfinder des Bikinis und jedes Bademodenteil eine Rarität für jedes Museum. „Der Goldene Réard“ ist dabei der historisch wertvollste Bikini überhaupt.

    Shows, Inszenierungen, Kunst und viele Geschichten

    Der Besucher des Museums wird von der Vielfältigkeit der Themenbearbeitung überrascht sein. Shows, Musik und Bewegung, viele erstaunliche Kunstwerke zum Thema, unzählige Möglichkeiten etwas selbst zu machen und Geschichten aus allen Kontinenten garantieren einen ebenso informativen wie auch unterhaltsamen Urlaubstag.

    Bad Rappenau, die Hauptstadt der Bademode

    Das „Bikini Museum“ setzt der Stadt Bad Rappenau die Krone auf. Bekannt für Kur- und Heilbad beheimatete sie auch mit Benger Ribana und Felina zwei bedeutende Bademodenhersteller.


     So schön ist's am Neckar


    Es lohnt sich also, die Ausstellung zu besuchen, zumal sie mit einem längeren Aufenthalt in Bad Rappenau verknüpft werden kann. Urlaub vom Alltag ist angesagt. Zwar ist der Urlaubstipp am Neckar von mir im Herbst angesiedelt, aber die Ziele und Sehenswürdigkeiten gibt es natürlich auch im Sommer.

    Montag, 1. Juni 2020

    Kunst gegen Corona - Virtuelle Ausstellung ist online

    Susanne Kempf (rechts) im Gespräch bei der Vernissage zur Ausstellung in der Elsenfelder Gemeindebibliothek im Mai 2019.
    Foto: Ruth Weitz

    Künstler und Künstlerinnen haben es besonders schwer in diesen Zeiten, wo soziale Kontakte stark eingeschränkt sind. Veranstaltungen mit darstellender Kunst, Konzerte und Ausstellungen mussten abgesagt werden oder können erst gar nicht geplant werden. Corona hat den m eisten Menschen ein Stück weit den Boden unter den Füßen weggezogen. Die durch die rasende Entwicklung der Pandemie löste vielfach eine emotionale Schockstarre aus. Auch bei der Künstlerin und Kuratorin Susanne Kempf: »In den ersten Wochen konnte ich kaum an etwas anderes denken als wie ich mich richtig verhalten soll, wie ich es vermeiden kann, mich zu infizieren, wie es weitergehen wird.« Die Sorgen, die unbekannte Situation machte ihr wie vielen anderen auch sehr zu schaffen. »Ich war wie gelähmt, konnte mich auf nicht konzentrieren, hatte all meinen üblichen Schwung verloren.«

    Bilder in einer virtuellen Galerie


    Nach etwa vier Wochen änderte sich dies, langsam wurde die merkwürdige Lage alltäglich, die Veränderungen und Einschränkungen wurden Routine. »Und mit der neuen Routine, die meinen Alltag gliederte, begannen wieder Ideen in meinem Kopf zu sprudeln.« Sie schuf für ihre eigenen Bilder eine virtuelle Galerie, baute aus der von ihr seit vielen Jahren Ausstellungsreihe »Denken. Fühlen. Malen.« einen digitalen Kunstraum. Und jetzt hat sie eine weitere Idee, zu der sie einlädt: Sie will eine virtuelle Bilder-Galerie bauen unter dem Motto »Corona-Kunst. Kunst gegen Corona«.

    »Ich merkte, dass es mir nach der anfänglichen Erstarrung sehr hilft zu malen. Die Emotionen suchen sich ihren Weg auf die Leinwand. Und das befreit ungemein.« Jetzt suchte sie nach anderen Menschen, die diese Erfahrung in den vergangenen Wochen machten. Menschen jeden Alters, Erwachsene, Kinder, Frauen, Männer, Schülerinnen, Schüler, Studentinnen, Studenten, Berufstätige, nicht-Berufstätige malten ihr »Leben in der Corona-Zeit«. Es konnten abstrakte wie gegenständliche Bilder sein. Bilder von »Laien« wurden ebenso vorgelegt werden wie die Werke akademischer Künstler. Die Bilder durften aus Weiden, der Oberpfalz, aus Bayern, aus ganz Deutschland – und darüber hinaus kommen.


    Thema: Leben in der Corona-Zeit



    Die Bilder wurden digital bei Susanne Kempf eingereicht, diese erstellte daraus eine »virtuelle Ausstellung«, die im Anschluss auf mehreren Plattformen gezeigt werden soll (kommunale Internetseiten, Webseiten von Schulen, Krankenhäusern, Kindergärten, jedoch auch digitale Informationstafeln in Schulen, Krankenhäusern, Unternehmen etc.). Jedes Bild sollte mit dem Namen, Alter, Foto und Wohnort der*s Künstlers*in versehen werden. Die Teilnahme war kostenlos. Bild-Einsendeschluss war der 25. Juni 2020. Nun ist die virtuelle Kunstausstellung auf YouTube online





    Vielen Dank, Susanne Kempf, die ein Großteil des Textes zur Verfügung gestellt hat.
    Sie ist auch in der Region am bayerischen Untermain bekannt. Ihre Ausstellung im Mai 2019 in Elsenfeld  stieß auf große Resonanz