Donnerstag, 23. Mai 2019

Denken - Fühlen - Malen - Ausstellung in der Elsenfelder Gemeindebibliothek

Kuratorin Susanne Kempf (rechts) im Gespräch mit einer Besucherin bei der Vernissage in der Elsenfelder Gemeindebibliothek am 19. Mai 2019

2008 hatte Susanne Kempf aus Weiden - selbst an MS erkrankt - die Idee, gemeinsam mit anderen MS-Erkrankten eigene Kunstwerke zu präsentieren. Seitdem reiste sie mit jährlich stets neuen rund 650 Bildern von rund 300 Künstlern in zahlreiche Orte in ganz Deutschland und auch in die Schweiz. Jetzt sind die Werke in Elsenfeld zu sehen, darunter auch Arbeiten von regionalen Künstlerinnen.

Bei der Vernissage am Sonntag, 19. Mai 2019 begrüßte dritter Bürgermeister Wolfgang Büttner die Gäste und die Kuratorin. Dicht an dicht standen sie zwischen den Bücherregalen und den ausgestellten Kunstwerken. Das Interesse war offensichtlich groß. Mit einem so großen Besucheransturm hatten wohl auch Susanne Kempf und Stadtmarketing-Managerin Nicole Klug nicht gerechnet. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Schülerband mit David und Jonathan Lebold sowie Jonathan Moder.

Die Werke zeigen ein breites Spektrum künstlerischen Schaffens, Bilder mit unterschiedlichen Aussagen, in verschiedenen Techniken entstanden, abstrakt und gegenständlich umgesetzt. Beeindruckend sind die Skulpturen aus Wellpappe. Dem Auge wird viel geboten in dieser Ausstellung, die bis 29. Mai zu sehen ist.

Die Öffnungszeiten: 
Dienstag von 14 bis 19 Uhr
Mittwoch von 14 bis 18 Uhr
Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 19 Uhr
Freitag von 14 bis 19 Uhr

Das Musiktrio mit David und Jonas Lebold sowie Jonathan Moder umrahmt die Ausstellung musikalisch.

Da es sich um eine Wanderausstellung handelt, ist der nächste Termin bereits anberaumt: Am 1. bis 29. Juni ist sie in der Freiheitshalle Hof zu sehen und ab 20. Oktober in der BHS Corrugated in Weiherhammer.

Begrüßung zwischen Bildern: Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Büttner.

Es gibt noch mehr Hintergrundinformationen zu der Ausstellung »Denken - Fühlen - Malen«, die ich in einem früheren Post veröffentlicht habe. Meine enge Verbindung mit der MS-Selbsthilfegruppe »aktiv« im Landkreis Miltenberg führt mir immer wieder vor Augen, dass ein Leben mit Multipler Sklerose durchaus freudvoll gestaltet werden kann, zumal die Medizin in den letzten Jahren viele Fortschritte in der Therapie gemacht hat und unermüdlich geforscht wird, um der Krankheit erfolgreich entgegen zu treten.

Susanne Kempf hat es in ihrem Informationsblatt so formuliert:
»Die Teilnahme an Ausstellungen gibt MS-Patienten ein wichtiges Selbstwertgefühl, das Bewusstsein, etwas schaffen zu können. Trotz einer schweren Erkrankung. Und sie bestätigt die Hoffnung von einer breiten Öffentlichkeit wahr genommen zu werden. Das Selbstwertgefühl gibt Mut, spornt an, verhilft zu neuem Schwung, neuer Energie, gibt den Patienten Lebensfreude. Andere Patienten oder auch Menschen mit anderen Erkrankungen erleben, dass man etwas leisten kann - auch wenn man an einer schweren Erkrankung leidet.«

Zum Beitrag MS: Leben mit multipler Sklerose - Kunst und Kultur

Alle Fotos sowie der Text unterliegen dem Urheberrecht ©Ruth Weitz



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